Anti-Neutrophile cytoplasmatische Antikörper
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 4A44.A | ANCA [Antineutrophile zytoplasmatische Antikörper]-assoziierte Vaskulitis |
| 4A44.A0 | Mikroskopische Polyangiitis |
| 4A44.A1 | Granulomatose mit Polyangiitis |
| 4A44.A2 | Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis |
| 4A44.AY | Sonstige näher bezeichnete antineutrophile zytoplasmatische Antikörper-assoziierte Vaskulitis |
| 4A44.AZ | Antineutrophile zytoplasmatische Antikörper-assoziierte Vaskulitis, nicht näher bezeichnet |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Anti-Neutrophile cytoplasmatische Antikörper, abgekürzt ANCA (englisch Anti-neutrophil cytoplasmatic antibody), sind bestimmte Autoantikörper, das heißt vom Körper gebildete Antikörper gegen körpereigene Leukozyten. Sie werden im Labor durch die Immunfluoreszenz nachgewiesen. Die Suche nach ANCA im Serum ist bei folgenden Krankheiten indiziert:
- pulmonale Blutungen
- kutane Vaskulitis mit systemischen Eigenschaften
- Mononeuritis multiplex
- periphere Neuropathie
- länger andauernde Sinusitis oder Otitis
- Trachealstenose
- extrakapillär-proliferative Glomerulonephritis ("Nierenkörperchenerkrankung")
Sollte ein Patient eine dieser Krankheiten aufweisen, spricht ein positiver ANCA-Befund für eine Vaskulitis. Anhand des Fluoreszenzmusters an ethanolfixierten neutrophilen Granulozyten unterscheidet man zwischen c (=cytoplasmatische) -ANCA und p (=perinukleäre) -ANCA.