Antidotarium magnum
Antidotarium magnum, Liber iste, Antidotarium Nicolai und Grabadin sind die Namen von Rezeptbüchern aus dem 11. bis 13. Jahrhundert. Sie enthalten Arzneimittel der mittelalterlichen Materia medica und beeinflussten die pharmazeutische Theorie und Praxis in Europa bis ins 19. Jahrhundert und können als die ersten „Positivlisten für Arzneimittel“ und Vorläufer späterer Arzneibücher und moderner Pharmakopöen bezeichnet werden.
- ↑ Christina Becela-Deller: Ruta graveolens L. Eine Heilpflanze in kunst- und kulturhistorischer Bedeutung. (Mathematisch-naturwissenschaftliche Dissertation Würzburg 1994) Königshausen & Neumann, Würzburg 1998 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 65). ISBN 3-8260-1667-X, S. 122–125 (Salernitanische Antidotarien) und 220.