Antiregierungsproteste im sozialistischen Kuba
Proteste gegen die seit dem Sieg der kubanischen Revolution 1959 über Diktator Fulgencio Batista gegen die danach ebenfalls diktatorisch regierende sozialistische Regierung unter Fidel Castro (1959–2006), Raúl Castro (2006–2019) und Miguel Díaz-Canel (seit 2019) sind sehr selten. Normalerweise weiß der kubanische Sicherheitsapparat dies durch massive Einschüchterung zu verhindern. Dennoch kam es seitdem zu vereinzelten Protesten und Unruhen, die international bekannt wurden.
Nach den landesweiten Protesten im Jahr 2021, den größten nach der Revolution, hat sich die Protestkultur jedoch wieder gewandelt. Viele Unzufriedene konnten seitdem das Land verlassen. Man demonstriert nun gegen lokale Probleme, wie Versorgungsengpässe. Die Zahl der Proteste legt angesichts der sich ausweitetenden Krise zu. So registrierta man 2024 mit 8400 Manifestationen einen Anstieg um 31 % gegenüber dem Vorjahr.
- ↑ Anne Demmer: Mangelwirtschaft in Kuba: Auf die Wut folgt der Exodus. In: Deutschlandfunk Kultur. 7. Juli 2022, abgerufen am 22. März 2024.
- ↑ Anne Demmer: Die Proteste der Mütter. In: Tagesschau. 21. Juli 2024, abgerufen am 2. Oktober 2024.
- ↑ Gastón Calvo: Cuba registró más de 8.400 protestas en 2024: un aumento del 31% en medio de una crisis total. In: Inforbae. 2. Januar 2025, abgerufen am 3. Januar 2025 (spanisch).