Appretur

Appretur (französisch apprêt ‚Ausrüstung, Zurichtung‘) umfasst alle Veredlungsverfahren, die dazu dienen, den Textilien einen bestimmten Charakter, wie etwa Griff und Warenbild, zu verleihen.

Dazu gehören besondere Oberflächenstrukturen, Steifheit, Weichheit, Glanz, Dichte, Glätte, Geschmeidigkeit, aber auch wasserabweisende, antistatische, flammhemmende oder antimikrobielle Ausrüstungen.

Auch die Betriebsstätte, wo großteils diese Verarbeitungsschritte durchgeführt werden, wird als Appretur bezeichnet.

Eine Unterteilung der Appretur textiler Flächen (Stückgutappretur) kann in mechanische, thermische und chemische Appretur erfolgen.

Man unterscheidet auch in Trockenappretur (Veredlungsziele, die überwiegend durch mechanisch-thermische Verfahren erzielt werden (z. B.: Scheren, Kalandern)) und in Nassappretur (Veredlungsziele, die überwiegend mithilfe von Chemikalien erzielt werden (z. B.: Pflegleichtausrüstung, Erhöhung der Scheuerfestigkeit)).

Die Vorbehandlung und das Kolorieren der Textilien (Drucken, Bleichen, Färben) sind Prozesse, die vor der Appretur stattfinden.

  1. Thomas Gries, Dieter Veit, Burkhardt Wulfhorst: Textile Fertigungsverfahren – Eine Einführung. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Carl Hanser Verlag, München 2019, ISBN 978-3-446-45684-6, S. 284.
  2. Hans-Karl Rouette: Handbuch Textilveredlung – Technologie, Verfahren und Maschinen. Band 2. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-87150-728-8, S. 189.
  3. Thomas Gries, Dieter Veit, Burkhardt Wulfhorst: Textile Fertigungsverfahren – Eine Einführung. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Carl Hanser Verlag, München 2019, ISBN 978-3-446-45684-6, S. 284.
  4. Ursula Völker, Katrin Brückner: Von der Faser zum Stoff – Textile Werkstoff- und Warenkunde. Verlag Dr. Felix Büchner. Hamburg 2014, ISBN 978-3-582-05112-7, S. 189; S. 202ff.