Aquila-Klasse (1917)

Aquila-Klasse
Die Sparviero im Jahr 1918
Schiffsdaten
Land Italien Königreich Italien
Schiffsart Flottillenführer, Aufklärungskreuzer, Zerstörer
Bauwerft Pattison, Neapel
Bauzeitraum 1913 bis 1920
Stapellauf des Typschiffes 26. Juli 1916
Gebaute Einheiten 4
Dienstzeit 1917 bis 1963
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 94,7 m (Lüa)
94,3 m (Lpp)
Breite 9,5 m
Tiefgang (max.) 3,6 m
Verdrängung Standard: 1.594 tn. l.
Einsatz: 1.760 tn. l.
 
Besatzung 146 Mann
Maschinenanlage
Maschine 5 × Dampfkessel,
2 × Getriebeturbinensätze
Maschinen­leistung 40.000 PS (29.420 kW)
Höchst­geschwindigkeit 34 kn (63 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung

Bei Indienststellung:

Ab 1926:

  • 5 × Sk 12 cm L/45
  • 2 × Sk 7,62 L/40
  • 2 × 6,5-mm-MG
  • 4 × Torpedorohr ⌀ 46 cm
  • bis zu 50 Seeminen

Ab 1944:

Die Aquila-Klasse war eine Klasse von vier Aufklärungskreuzern (esploratori leggeri) der italienischen Regia Marina. Die Schiffe wurden 1913 als Großzerstörer von Rumänien bei Pattison in Neapel bestellt. Als Italien 1915 auf Seiten der Entente in den Weltkrieg eintrat, befanden sich drei Einheiten auf den Helgen der Bauwerft.

Die ersten drei Schiffe (Aquila, Sparviero, Nibbio) wurden im Weltkrieg als esploratori leggeri mit einer schweren Hauptbewaffnung von drei 152-mm-Geschützen fertiggestellt und waren zeitweilig die stärksten Zerstörer weltweit.

1920 übernahm die rumänische Marine doch noch zwei Einheiten, die als Zerstörer Mărăști und Mărășești in Dienst gestellt wurden. Ab 1941 waren sie die schwersten Marineeinheiten der Achsenmächte im Schwarzen Meer. 1944/45 wurden die beiden Zerstörer von der sowjetischen Schwarzmeerflotte beschlagnahmt und ein Jahr eingesetzt. Bis 1961 blieben sie dann in Rumänien im Einsatz.
Die beiden in Italien verbliebenen Einheiten wurden im Herbst 1937 den spanischen Nationalisten überlassen. Sie wurden bis 1948 bzw. 1950 als Schulschiffe Ceuta und Melilla von der spanischen Marine eingesetzt.