Archäologische Zone Köln

MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln (ehemals Archäologische Zone Köln) ist ein im Bau befindliches Museum, das ein etwa 6.000 m² großes archäologisches Ausgrabungsareal am und um den Rathausplatz im Zentrum der Stadt Köln beherbergen wird. Das Gelände zeigt archäologische Relikte aus der gesamten 2000-jährigen Stadtgeschichte. Besonders relevant sind die römische Zeit und das mittelalterliche jüdische Viertel. Auf dem Rathausplatz, der nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg nicht mehr bebaut war, entsteht derzeit ein Museum für die römische und jüdische Geschichte der Stadt.

Zentraler Teil des Museums ist der unterirdische Rundgang durch die Ausgrabungen des römischen Statthalterpalastes – das Praetorium –, das jüdische Viertel und das christliche Goldschmiedeviertel. Das Praetorium ist seit 2021 UNESCO-Welterbe als Teil des Niedergermanischen Limes. Im oberirdischen Neubau wird die jüdische Geschichte Kölns ab dem 15. Jahrhundert bis heute mit Geschichten, Biografien, Sammlungen, Objekten und einem interaktiven Stadtrundgang zu erleben sein. Interaktive Elemente werden genutzt werden, um diese Zeitreise für alle Altersgruppen relevant zu machen.

Sowohl das Grabungsprojekt als auch das hier geplante Jüdische Museum wurden in der Vergangenheit unter verschiedenen Aspekten kontrovers diskutiert. Ein Teil der Diskussion betraf die unterschiedlichen Ansichten zur Bebauung des Platzes, ein Teil die Finanzierung des Museums, ein weiterer Teil schließlich betraf wissenschaftliche Kritik an der früheren Projektleitung.

  1. Thomas Otten, Christiane Twiehaus: Eine Begegnung mit zwei Jahrtausenden. Das Konzept für MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier. In: Beiträge zur rheinisch-jüdischen Geschichte. Band 6. Verlag der Buchhandlung Klaus Bittner, Köln 2016, S. 11 (Digitalisat unter juedischesmuseum-koeln.de [PDF]).