Arheisch

Als arheisch (altgriechisch ἀ- a- „un-, nicht“; ῥεῖν rhein „fließen“) bezeichnet man in den Geowissenschaften Trockengebiete oder darin befindliche Mulden (Hohlformen), die nahezu ohne Oberflächenabfluss sind, oder nur extrem seltene, episodische Abflussereignisse zeigen. Als Grenzwert wird oft ein durchschnittlicher Abfluss von weniger als 3 Millimeter pro Jahr herangezogen. In arheischen Gebieten kommt es in Geländemulden nicht einmal alle 10 Jahre zu einem Abflussereignis. Damit kann sich in den Mulden kein Fließgewässer mehr ausbilden, nicht einmal ein temporäres.

Arheische Gebiete sind also extrem niederschlagsarme, hoch aride Trockenwüsten. Oft sind sie Bestandteil endorheischer Beckenlandschaften. Ihre Gesamtfläche wird auf 50,2 Millionen Quadratkilometer abgeschätzt.

  1. Robert G. Wetzel: Limnology. Lake and River Ecosystems. Academic Press (Elsevier) 2001. ISBN 978-0-12-744760-5. S. 46.
  2. Jürgen Schwoerbel, Heinz Brendelberger: Einführung in die Limnologie. Stoffhaushalt - Lebensgemeinschaften - Technologie. Springer-Spektrum, 11. Auflage 2022. ISBN 978-3-662-63333-5, S. 16.
  3. Matthias Schaefer: Wörterbuch der Ökologie. 5. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2012, ISBN 978-3-8274-2561-4, S. 19.
  4. Martin Schwind: Allgemeine Staatengeographie (= Lehrbuch der allgemeinen Geographie. Band 8). De Gruyter, Berlin, New York 1972, S. 183.
  5. M. Meybeck, M. Kummu, H. H. Dürr (2013): Global hydrobelts and hydroregions: improved reporting scale for water-related issues? Hydrology and Earth System Sciences 17: 1093–1111. doi:10.5194/hess-17-1093-2013
  6. M. Meybeck: Fluvial Export. doi:10.1016/B978-012370626-3.00021-1. In Gene E. Likens (editor): Encyclopedia of Inland Waters. Academic Press (Elsevier) 2009. ISBN 978-0-12-370626-3.