Armanen-Orden

Der Armanen-Orden (AO) ist eine 1976 gegründete germanisch-neuheidnische Organisation mit Sitz im Ammerland (Münsing), die an die Ariosophie anknüpft. Neben Guido von List stellen Ideologen wie Karl Maria Wiligut, Julius Evola, Johann von Leers oder Alain de Benoist Bezugspunkte des Armanen-Ordens dar. Eine Zusammenarbeit bestand u. a. mit der seit 2023 als „sektenartige[n], rechtsextremistische[n] Gruppierung“ verbotenen Artgemeinschaft – Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung, die 1951 von Wilhelm Kusserow gegründet und von 1989 bis 2009 von Jürgen Rieger geleitet wurde. Zum Orden gehört der Armanen-Verlag.

  1. Leers publizierte 1933 in einem Sammelband im „Armanen-Verlag“ in Leipzig: Deutschland fordert Gleichberechtigung. Eine Sammlung von Aufsätzen und Rundfunkreden über die Fragen der Gleichberechtigung, Sicherheit und Abrüstung. Hg. Hans Weberstedt. Im Sammelband vertreten waren u. a. Ferdinand Sauerbruch, Wilhelm Ziegler, Kuno Graf Westarp, Max Graf Montgelas, Otto Voelckers und Werner von Rheinbaben
  2. Bundesinnenministerin Nancy Faeser verbietet sektenartige rechtsextreme Gruppierung „Artgemeinschaft“. Pressemitteilung. Bundesministerium des Innern und für Heimat, 27. September 2023, abgerufen am 8. Oktober 2023.
  3. Innenministerium verbietet rassistische Germanen-Sekte. In: Spiegel Online. 27. September 2023, abgerufen am 8. Oktober 2023.
  4. Zur Zusammenarbeit mit der Artgemeinschaft siehe Bernd Wagner (Hg.): Handbuch Rechtsextremismus. Netzwerke, Parteien, Organisationen. Ideologiezentren, Medien. Rowohlt, Reinbek 1994, S. 151.