Arnstein Arneberg

Arnstein Rynning Arneberg (* 6. Juli 1882 in Fredrikshald (heute Halden); † 9. Juni 1961 Svennes, Biri (heute Gjøvik)) war ein norwegischer Architekt. Seine zahlreichen öffentlichen und privaten Bauten, darunter das gemeinsam mit Magnus Poulsson entworfene Rathaus von Oslo, prägten die norwegische Architektur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Schon als junger Architekt entwickelte er aus der Architektur der alten norwegischen Bauernhöfe seinen eigenen Stil, der die nationalromantischen Formen des 19. Jahrhunderts überwand. Später lehnte er sich an Renaissance und Barock an: Einflüsse seiner Studienzeit in Stockholm. Arnebergs Markenzeichen wurden die zahlreichen großbürgerlichen Villen, die er in und um Oslo errichtete; wobei die Villa Elsero als sein Meisterwerk gilt. Bei der Renovierung und dem Neubau von Kirchen ist seine Arbeit mit jener der bildenden Künstler eng verzahnt. Er verwendete strenge Ornamente (teilweise aus der Gotik entlehnt) und exquisite Materialien, so z. B. bei dem von ihm gestalteten Saal des UN-Sicherheitsrates in New York.