Heilpflanze
Eine Heilpflanze ist eine Nutzpflanze, die zu Heilzwecken oder als Arzneipflanze zur Linderung und Vorbeugung von Krankheiten innerlich oder äußerlich verwendet wird. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.
Insbesondere bei krautigen Heilpflanzen ist auch die Bezeichnung Heilkraut (Mehrzahl Heilkräuter), auch einfach Kraut oder in alten Texten und bei kleinen Pflanzen Kräutlein genannt, üblich. Viele Heilpflanzen sind zugleich Giftpflanzen, je nach Konzentration der Wirkstoffe in der Pflanze. Vor allem Pflanzen mit kräftigem Geruch und bitterem Geschmack wurden seit frühester Zeit als wirksame Heilpflanzen angesehen.
Die Behandlung mit Heilpflanzen wird als Phytotherapie bezeichnet.
- ↑ Marie Lena Hattinger: Diplomarbeit Ausgewählte heimische Heilpflanzen und ihre Wirkung auf Mensch und Tier. Karl-Franzens-Universität Graz, S. 5, abgerufen am 28. Januar 2024: „In der Regel strebt die Phytotherapie an, durch eine präventive und unterstützende Medikation, den Einsatz von nebenwirkungsreichen Synthetika verhindern (Brendick-Worm, Melzig 2018, 26 f.).“
- ↑ Vgl. Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 411 (kreutlein).