Asch-Schaich al-Mufīd
Abū ʿAbdallāh Muhammad ibn Muhammad al-Hārithī (arabisch أبو عبد الله محمد بن محمد الحارثي, DMG ِAbū ʿAbdallāh Muḥammad ibn Muḥammad al-Ḥāriṯī), bekannt unter dem Ehrentitel asch-Schaich al-Mufīd (arabisch الشيخ المفيد, DMG aš-Šaiḫ al-Mufīd ‚der belehrende Scheich‘), geb. 948 oder 950 bei ʿUkbarā nördlich von Bagdad; gest. 29. November 1022 in Bagdad, war einer der wichtigsten imamitisch-schiitischen Theologen und Rechtsgelehrten der Buyidenzeit. Er gilt auch als „Kirchenvater“ des imamitischen Rationalismus von Bagdad. Historisch bedeutsam ist er vor allem durch seine Übernahme von Methoden des Kalām und ihre Weiterentwicklung im Rahmen der schiitischen Glaubenslehre.
- ↑ Amir-Moezzi: “Al-Shaykh al-Mufīd (m. 413/1022) et la question de la falsification du Coran.” 2014, S. 162.