Aschenputtel

Aschenputtel ist die Titelperson eines Märchens (ATU 510 A). Es steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm an Stelle 21 (KHM 21) und geht zum Teil auf Charles Perraults Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre (Aschenputtel oder der kleine Glasschuh) von 1697 zurück. Ludwig Bechstein übernahm es als Aschenbrödel in sein Deutsches Märchenbuch (1845 Nr. 70, 1853 Nr. 62). Das Märchen erschien auch als Die drei Schwestern in Ignaz und Josef Zingerles Kinder- und Hausmärchen aus Tirol. Ein früheres Märchen ähnlichen Typs ist Die Aschenkatze in Giambattista Basiles Pentameron. Perraults Fassung mit den in Apfelschimmel verwandelten Mäusen und dem Kürbis, der mit Hilfe einer Fee zur Kutsche wird, prägte Walt Disneys Zeichentrickfilm Cinderella von 1950 maßgeblich.

  1. Französisch cendre bedeutet „Asche“, pantoufle in diesem Zusammenhang „Schuh“, nicht „Pantoffel“ oder „Hausschuh“.
  2. Ignaz Zingerle, Josef Zingerle: Die drei Schwestern. In: Kinder- und Hausmärchen aus Tirol. Nr. 23. Wagner’sche Buchhandlung, Innsbruck 1852, S. 130–139 (google.bj).