Ascorbinsäure

Strukturformel
L-Ascorbinsäure
Allgemeines
Trivialname Vitamin C
Andere Namen
  • (5R)-5-[(1S)-1,2-Dihydroxyethyl]-
    3,4-dihydroxy-5-hydrofuran-2-on (IUPAC)
  • L-(+)-Ascorbinsäure
  • E 300
  • 3-Oxo-L-gulonsäure-γ-lacton
  • Hexuronsäure (veraltet)
  • Antiskorbut-Vitamin (veraltet)
  • ASCORBIC ACID (INCI)
SummenformelC6H8O6
CAS-Nummer50-81-7
PubChem 5785
ATC-Code
DrugBank DB00126
Kurzbeschreibungweißes, geruchloses, kristallines Pulver
VorkommenObst, Gemüse, Grüner Tee
Physiologie
FunktionRadikalfänger, Cofaktor bei Mono- und Dioxidasereaktionen (insbes. Biosynthese von Collagen), Komplexierung von Metallkationen
Täglicher Bedarf95 mg (Frauen) 110 mg (Männer)
Folgen bei MangelSkorbut (Morbus Möller-Barlow), Schwächung des Bindegewebes
Überdosis
Eigenschaften
Molare Masse176,13 g·mol−1
Aggregatzustandfest
Dichte 1,65 g·cm−3 (20 °C)
Schmelzpunkt

190–192 °C (Zersetzung)

pKs-Wert

4,25

Löslichkeitgut wasserlöslich (333 g·l−1 bei 20 °C)
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Toxikologische Daten

11,9 g⋅kg−1 (LD50, Ratte, oral)

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Ascorbinsäure ist ein farb- und geruchloser, kristalliner, gut wasserlöslicher Feststoff mit saurem Geschmack. Sie ist eine organische Säure, genauer eine vinyloge Carbonsäure; ihre Salze heißen Ascorbate. Ascorbinsäure gibt es in vier verschiedenen stereoisomeren Formen, biologische Aktivität weist jedoch nur die L-(+)-Ascorbinsäure auf. Eine wichtige Eigenschaft ist beim Menschen und einigen anderen Spezies die physiologische Wirkung als Vitamin. Ein Mangel kann sich bei Menschen als Skorbut manifestieren. Der Name ist daher abgeleitet von der lateinischen Bezeichnung der Krankheit, scorbutus, mit der verneinenden Vorsilbe a- (weg-, un-), also die ‚antiskorbutische‘ Säure. Da Ascorbinsäure leicht oxidierbar ist, wirkt sie als Redukton und wird als Antioxidans eingesetzt.

Die L-(+)-Ascorbinsäure und ihre Ableitungen (Derivate) mit gleicher Wirkung werden unter der Bezeichnung Vitamin C zusammengefasst. Der Sammelbegriff Vitamin C umfasst daher auch Stoffe, die im Körper zu L-(+)-Ascorbinsäure umgesetzt werden können, wie zum Beispiel die Dehydroascorbinsäure (DHA).

  1. Eintrag zu E 300: Ascorbic acid in der Europäischen Datenbank für Lebensmittelzusatzstoffe, abgerufen am 29. Juli 2020.
  2. Eintrag zu ASCORBIC ACID in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 26. Februar 2020.
  3. 1 2 3 4 5 6 7 Eintrag zu L(+)-Ascorbinsäure in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 15. Oktober 2016. (JavaScript erforderlich)
  4. DGE: Die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Vitamin C, gültig für den Bereich D-A-CH, Stand 2015, abgerufen am 28. Januar 2022.
  5. M. Zimmermann, C. Erbacher-von Grumbkow (Übers.): Burgersteins Mikronährstoffe in der Medizin: Prävention und Therapie. Ein Kompendium. 3. Auflage, Georg Thieme Verlag, 2003, ISBN 978-3-8304-7162-2, S. 237.
  6. Vitamin C, DGE
  7. P. Weber: Vitamin C.; Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. 2002, S. 57–69.