Assoziativspeicher

Ein Assoziativspeicher oder auch inhaltsadressierbarer Speicher (englisch Content Addressable Memory, CAM) ist eine Speicherform, bei der Speicherinhalte nicht mittels Adressierung der Speicherzelle, sondern mittels Assoziation des Inhalts abgerufen wird. Der Zugriff auf Daten erfolgt also über die Eingabe eines Speicherwertes und nicht über die Eingabe einer Speicheradresse.

Das besondere Wesen eines Assoziativspeichers beruht auf der vom jeweiligen Zugriff unabhängigen Strukturorganisation – am besten nachvollziehbar mit der Frage: 'Was steht an noch nicht beschriebenen Speicherstellen?'. Während die Adressierung mit expliziten Adressen regelmäßig eine Listen- oder Tabellen-Struktur wieder gibt, bei welcher die daraus definierten Speicherstellen zunächst mit einem leeren Wert besetzt sind, entstehen im idealisierten Assoziativspeicher nur dort Speicherstellen, für die zuvor ein Schreibvorgang stattgefunden hat.

  1. Ali Çam: Content-addressable memory (CAM) circuits and architectures: A tutorial and survey. In: Solid-State Circuits, IEEE … 1. Januar 2006 (academia.edu [abgerufen am 7. Mai 2025]).