Ausbelastung

Unter Ausbelastung (englisch „Maximum Load“) wird die subjektiv empfundene körperliche Belastungsgrenze verstanden, die sich in Atemnot und muskulärer Überforderung manifestiert. Sie wird mit Stufentest-Programmen bis zum erschöpfungsbedingten Abbruch bei der Ergometrie erreicht.

Objektivierbare Ausbelastungszeichen sind:

  • Herzschlagfrequenzen von 190/min und mehr
  • Blutdruckanstiege auf 240 systolisch und 130 mm Hg diastolisch und mehr
  • EKG-Veränderungen: polytope Extrasystolen, absolute Arrhythmie, Auftreten von Überleitungs- (Blockbilder) und Erregungsrückbildungsstörungen (ST-Strecken-Senkungen oder -Hebungen von 0,2 mV und mehr)
  • Respiratorischer Quotient über 1,10
  • Laktatwerte im Blut von mehr als 8 mmol/l
  • pH-Werte im Blut unter 7,2
  • keine weitere Zunahme der Sauerstoffaufnahme (levelling off)
  • Überschreiten eines Atemäquivalents von 30 bis 35

Untersuchungsprogramme mit gezielter Ausbelastung setzen einen entsprechenden Gesundheitszustand und angemessenen Trainingszustand voraus. Beim Auftreten von Ausbelastungskriterien ist der Test abzubrechen.