Ersetzungsnomenklatur

Die Ersetzungsnomenklatur, auch als „a“-Nomenklatur oder Austauschnomenklatur bezeichnet (engl. replacement nomenclature), ist eine Methode zur systematischen Bezeichnung von heterocyclischen Verbindungen. Dabei geht man von dem Namen des zugrundeliegenden Kohlenwasserstoffs aus und ergänzt diesen durch vorangestellte „a“-Terme der im Molekül vorhandenen Heteroatome. Gemäß einer Empfehlung der IUPAC wird die Ersetzungsnomenklatur für Heteromonocyclen mit einer Ringgröße >10, sowie für einfache verbrückte Heterocyclen und einfache Spiroheterocyclen angewendet. Kleinere und kondensierte Heterocyclen werden nach den Hantzsch-Widman-System benannt.

  1. Eintrag zu Austauschnomenklatur. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 19. März 2019.
  2. Dieter Hellwinkel: Die systematische Nomenklatur der Organischen Chemie: Eine Gebrauchsanweisung. 2. Auflage. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg 1978, ISBN 978-3-540-08796-0, S. 4446 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. W. H. Powell: Revision of the extended Hantzsch-Widman system of nomenclature for heteromonocycles. In: Pure and Applied Chemistry. Band 55, Nr. 2, 1. Januar 1983, S. 409–416, doi:10.1351/pac198855020409. (abgerufen über de Gruyter Online).