Autotransformatorsystem
Das Autotransformatorsystem ist eine spezielle Ausführung der Bahnstromversorgung von Wechselstrombahnen mit dem Ziel die Anzahl notwendiger Unterwerke zu reduzieren. Es beschreibt eine Variante zur Speisung einer einphasigen Fahrleitung. Daher hat das Autotransformatorsystem keinen Einfluss auf die Triebfahrzeuge und der Einsatz kann auf Abschnitte einer Bahnstrecke begrenzt sein. Das Autotransformatorsystem sollte nicht mit dem Saugtransformatorensystem sowie weiteren Varianten zur Führung des Rückstroms verwechselt werden.
Mit entsprechenden Transformatoren werden im Unterwerk zwei um 180° phasenverschobene Wechselspannungen zur Verfügung gestellt. Eine der beiden Leiter ist die Fahrleitung, der zweite Leiter wird vergleichbar mit einer Speise- oder Verstärkungsleitung entlang der Strecke isoliert mitgeführt. In entsprechenden Abständen befinden sich Autotransformatorstationen, die an die beiden Leiter und die Schienen angeschlossen sind. Die Autotransformatorstation nimmt den Rückstrom aus den Schienen auf und speist die Fahrleitung aus dem zusätzlichen Leiter. Die Bezeichnung „Zweispannung“ kommt daher zustande, da es sich zwei um 180° phasenverschobene Spannungen handelt (siehe auch: Einphasen-Dreileiternetz). Ebenso ist auch die Bezeichnung „Mehrspannungssystem“ bekannt.