Axilläre Blockade

Die axilläre Blockade (auch axilläre Plexus-brachialis-Blockade, axilläre Plexusanästhesie) ist ein Regionalanästhesieverfahren, das operative Eingriffe am Arm ermöglicht. Dabei werden durch die Injektion von Lokalanästhetika im Bereich der Achsel die Nerven des Plexus brachialis (Nervus medianus, Nervus ulnaris, Nervus radialis, Nervus musculocutaneus) reversibel blockiert. Die axilläre Blockade ist ein relativ einfach durchzuführendes und nebenwirkungsarmes Verfahren. Ein Nachteil gegenüber der infraklavikulären Plexusblockade ist die teilweise ungenügende Ausschaltung des Innervationsgebietes des Nervus radialis („Radialislücke“), jedoch besteht nicht die Gefahr, einen Pneumothorax zu verursachen.

Die Blockade des Plexus brachialis von der Achselhöhle aus gelang erstmals am 18. Juli 1911 dem Chirurgen Georg Hirschel.

  1. H. Orth, I. Kis: Schmerzbekämpfung und Narkose. In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung. Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 1–32, hier: S. 19.
  2. Vgl. auch M. Brandt, M. Goerig, U. Schwemmer: Die Anästhesierung des Plexus brachialis: gestern – heute – morgen. Anmerkungen zu ihren Erstbeschreibern Georg Hirschel und Dietrich Kulenkampff. Online In: Anästh. Intensivmed. Band 52, 2011, S. 327.