BDSM-Rollen

BDSM-Rollen bezeichnet die beiden grundlegenden Rollen, die eine Person beim BDSM einnehmen kann: die dominante (meist aktivere) Rolle oder die unterwürfige (oftmals passivere) Rolle. Die Personen können jeweils männlich, weiblich oder divers sein. Die jeweiligen Sexualpraktiken sowie die jeweiligen Sexualpräferenzen je nach Geschlecht werden als Maledom bzw. Femdom bezeichnet. Auch die Zeitdauer, wie lange eine Person eine Rolle einnimmt, kann stark variieren, von bloß einer einzelnen Session (Spielszene) bis hin zu einer gesamten Beziehung, genannt Total Power Exchange.

Zwei häufige Begriffe für die beiden Rollen sind Top (englisch für ‚oben‘; deutsch auch „oben spielen“) und Bottom (englisch für ‚unten‘; deutsch auch „unten spielen“). Diese Begriffe werden teilweise synonym mit den ebenfalls häufigen Begriffen Dom (von englisch dominant) und Sub (von englisch submissive) gebraucht – teilweise werden „Dom“ und „Sub“ nur in härteren Spielarten verwendet (bspw. Sadomaso). Häufig verwendete Bezeichnungen für „Dom“ und „Sub“ sind „Master“/„Herr“ bzw. „Mistress“/„Herrin“ und „Sklave“ bzw. „Sklavin“ (englisch „slave“), vor allem beim Total Power Exchange. Menschen, die derartige Spiele praktizieren, aber nicht auf eine der beiden Rollen fixiert sind, werden Switch genannt, der Rollenwechsel Switchen.