Bundesjagdgesetz
| Basisdaten | |
|---|---|
| Titel: | Bundesjagdgesetz |
| Abkürzung: | BJagdG |
| Art: | Bundesgesetz |
| Geltungsbereich: | Bundesrepublik Deutschland |
| Rechtsmaterie: | Besonderes Verwaltungsrecht, Jagdrecht |
| Fundstellennachweis: | 792-1 |
| Ursprüngliche Fassung vom: | 29. November 1952 (BGBl. I S. 780) |
| Inkrafttreten am: | 1. April 1953 |
| Neubekanntmachung vom: | 29. September 1976 (BGBl. I S. 2849) |
| Letzte Änderung durch: | Artikel 1 G vom 29. März 2026 (BGBl. I Nr. 87 vom 1. April 2026) |
| Inkrafttreten der letzten Änderung: |
2. April 2026 (Artikel 3 G vom 29. März 2026) |
| Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten. | |
Das Bundesjagdgesetz (BJagdG) ist seit der Föderalismusreform 2006 ein der Abweichungsgesetzgebung der Länder unterliegendes Bundesgesetz der konkurrierenden Gesetzgebung, welches in Deutschland das Jagdrecht regelt. Es bestimmt die jagdbaren Tiere, d. h. was als Wild definiert wird und enthält Vorschriften zur Jagdausübung. Es regelt, wer wann was, wo und wie jagen darf.
Dabei stellt es jedoch nur die einstweilen weiter fortgeltenden Rahmenbedingungen auf, während die Gesetzgebungskompetenz seit 2006 gleichrangig bei Bund und Ländern liegt, wobei dem jeweils jüngeren Gesetz alleinige Geltung zukommt (Art. 72 Abs. 3 Satz 2 GG). De facto führt dieses „Ping-Pong-Modell“ zu einem Vorrang der Landesgesetzgebung, da der Bund nicht jede landesrechtliche Regelung durch ein neues Bundesgesetz ablösen kann.
Das Bundesjagdgesetz enthält in § 38 Strafvorschriften (wg. der unzulässigen Jagdausübung (Wilderei): Verstoß gegen die Schonzeiten oder Tötung eines Elterntieres nach § 22) und gehört somit zum Nebenstrafrecht. Daneben eröffnet § 42 BJagdG den Ländern die Möglichkeit, in den Landesjagdgesetzen Strafvorschriften zu erlassen.