Bach-Werke-Verzeichnis
Das Bach-Werke-Verzeichnis (BWV) ist die bekannteste, systematische Auflistung der Kompositionen von Johann Sebastian Bach. Das rund 1.200 musikalische Werke umfassende Verzeichnis wurde 1950 in einer ersten Version von dem Musikwissenschaftler Wolfgang Schmieder vorgelegt und ist thematisch geordnet. Bei den geistlichen Kantaten folgte Schmieder der Reihenfolge der Bachausgabe, deren Nummerierung sich bereits eingebürgert hatte. Es folgen weitere Gruppen von Vokalwerken und anschließend Kompositionen für Orgel und Cembalo sowie Kammer- und Orchestermusik. Die einzelnen Werkgruppen beginnen zunächst mit Zyklen, soweit solche existieren, oder sonst repräsentativeren Gruppen. Danach folgen einzeln überlieferte Werke.
Seit seiner Erstellung hat das Verzeichnis einige Erweiterungen und Korrekturen erfahren, ist aber in seiner Grundstruktur unverändert geblieben. Da inzwischen weitere Werke Bachs aufgefunden wurden, andere hingegen als fälschlich ihm zugeschriebene Kompositionen erkannt wurden, ist die Nummerierung teilweise lückenhaft und nach der Nummer 1080 um Werke ergänzt, die außerhalb der eigentlich passenden Nummernbereiche stehen. Ferner existiert ein mehrteiliger Verzeichnisanhang mit zweifelhaften Werken.
Die aktuelle Neuausgabe ist im Juni 2022 erschienen.
Ein anderes Verzeichnis der Werke Bachs ist das Bach-Compendium.
- ↑ Das Gemälde hing viele Jahrzehnte in der Thomasschule. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es mehrfach „aufgefrischt“ und übermalt, wobei ein Teil des ursprünglichen Ausdrucks wohl verlorenging bzw. verwischt wurde. 1913 kam das Original ins Stadtgeschichtliche Museum Leipzig, wo versucht wurde, die Übermalungen so gut es ging wieder zu entfernen. Eine 1748 von Haußmann selbst angefertigte Kopie des Bildes von 1746 befand sich zunächst wohl im Besitz von C. P. E. Bach, galt dann lange Zeit als verschollen und wurde 1952 durch William H. Scheide (Princeton, New Jersey) erworben, der das Bild nach seinem Tod 2014 testamentarisch dem Bach-Archiv Leipzig vermachte.
Bei den beiden Haußmann-Bildern handelt es sich um die einzigen Bilder, bei denen Bachs Identität eindeutig feststeht; bei allen anderen Porträts, die Bach zugeschrieben werden, ist die Zuordnung unsicher. Siehe dazu The Face Of Bach ( vom 14. Juli 2011 im Internet Archive). Bachs Identität ist bei den Haußmann-Gemälden deswegen gesichert, weil er auf dem Gemälde eine eigene Komposition in der Hand hält, den Canon triplex a 6 voci (sechsstimmiger Dreifach-Kanon, BWV 1087), eine kunstvolle kanonische Variation aus dem Thema der Aria der Goldberg-Variationen. Siehe dazu youtube.com ( vom 16. Juli 2013 im Internet Archive). - ↑ Das neue Bach-Werke-Verzeichnis · Breitkopf & Härtel. Abgerufen am 31. Dezember 2024.