Baggersee
Ein Baggersee (auch Baggerloch, Kiesgrube, in Österreich Schottergrube oder Schotterteich) ist ein künstlicher, meist relativ kleiner See, der durch Ausbaggerung von Sand- und Kiesablagerungen (Kiestagebau), meist durch Nassabbau entstanden ist, er wird häufig von Grundwasser durchströmt. In der Schweiz sind Baggerseen zum Schutz des Grundwassers vor Verunreinigungen verboten.
Allgemeinsprachlich werden alle wassergefüllten Restlöcher einer Nassabgrabung Baggersee genannt. Fachsprachlich wurde vorgeschlagen, Gewässer mit weniger als drei Hektar Größe und weniger als vier Meter Wassertiefe „Kiesweiher“ zu nennen, da sie nicht der limnologischen Definition eines Sees entsprechen. Dies hat sich aber nicht durchgesetzt.
- ↑ Definition nach Michael Hupfer: Begriffserläuterungen. Abschnitt Allgemeines, I-5 in Handbuch Angewandte Limnologie: Grundlagen, Gewässerbelastung, Restaurierung, Aquatische Ökotoxikologie, Bewertung, Gewässerschutz, 29. Ergänzungslieferung 5/12 (Wiley, 2012). doi:10.1002/9783527678488.hbal2012006
- ↑ Alex Moser: Der Baggersee: in Deutschland beliebt, in der Schweiz verboten. In: SRF. Abgerufen am 14. August 2025.
- ↑ Peter Jürging: Baggerseen. Abschnitt XIII-7.27 in Konold, W.; Böcker, R.; Hampicke, U. (Herausgeber): Handbuch Naturschutz und Landschaftspflege. 11. Ergänzungslieferung. ecomed, Landsberg 2003.