Bahnstrecke Ilmenau–Großbreitenbach

Ilmenau–Großbreitenbach
Streckennummer (DB):6695
Kursbuchstrecke (DB):164 (1934)
Streckenlänge:20,6 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 33 
Minimaler Radius:200 m
von Plaue
0,00 Ilmenau 478 m
nach Schleusingen
0,30 Ilm
1,95 Grenzhammer 463 m
1,98 Schorte
3,74 Langewiesen (Thür) 450 m
7,76 Gehren (Thür) Stadt 478 m
Beginn Neutrassierung 1927
8,36 Gehren (Thür) 481 m
9,18 B 88, Wohlrose
Ende Neutrassierung 1927
13,65 Möhrenbach 629 m
17,26 Neustadt-Gillersdorf 695 m
20,58 Großbreitenbach (Thür) 663 m

Die Bahnstrecke Ilmenau–Großbreitenbach war eine eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenbahn im Ilm-Kreis in Thüringen. Die knapp 21 km lange Strecke wurde in zwei Abschnitten eröffnet. Das erste 1881 dem Verkehr übergebene Teilstück führte von Ilmenau über Langewiesen nach Gehren; dort schloss sich die 1883 eröffnete Verlängerung nach Großbreitenbach an.

Erbaut als Staatsbahn des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen wurde die Strecke bald an Herrmann Bachstein verkauft; die Betriebsführung der Privatbahn übernahm zunächst die Centralverwaltung für Secundairbahnen Herrmann Bachstein, ab 1921 dann die Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Strecke verstaatlicht; fortan war die Deutsche Reichsbahn für die Betriebsdurchführung zuständig. Im Güterverkehr gehörten neben mehreren Glashütten auch holzverarbeitende Betriebe zu den größten Kunden; der Personenverkehr bestand vor allem aus Berufsverkehr in Richtung Ilmenau sowie aus Urlaubern, die den Thüringer Wald bereisten.

Der Niedergang der Strecke begann mit der Wende 1989/90, der Verkehr brach fast vollständig zusammen. 1997 wurde der Bahnverkehr eingestellt, 1998 erfolgte die Streckenstilllegung. Heute verläuft auf der Trasse ein Radweg.