Barelwī-Bewegung
Die Barelwī-Bewegung (Urdu بَریلوِی Barelvi) ist eine orthodox-sunnitische Bewegung des Islams in Südasien, die sich im späten 19. Jahrhundert unter dem paschtunischen Qādirī-Gelehrten und Anführer Ahmad Riza Khan Barelwi (1856–1921) auf dem indischen Subkontinent formierte. Ihr Name rührt von der nordindischen Stadt Bareilly her, von wo sie ausging. Sie sind strenge Anhänger der hanefitischen Rechtsschule. Von den Sunniten Pakistans, die 75 bis 80 Prozent der Bevölkerung des Landes ausmachen, sind ca. 70 Prozent Barelwīs. Die Barelwīs sind auch außerhalb des südasiatischen Raumes tätig und betreiben etwa die Medina-Moschee in Sheffield.
- ↑ vgl. Jamal Malik, B. Malik: Islamic History and Civilization, Islamische Gelehrtenkultur in Nordindien. Brill Academic Pub, 1997, S. 483. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
- ↑ Ahmed Raza Khan ist der Verfasser zahlreicher Bücher über viele islamische Themen, er übersetzte 1911 den Koran ins Urdu (unter dem Titel Kanz al-īmān fī tarjamat al-Qurʾān, d-nb.info)
- ↑ suedasien.info: Populärislamismus in Pakistan