Baroreflex
Der Baroreflex oder Barorezeptor-Reflex ist ein homöostatischer Mechanismus, der den Blutdruck aufrechterhält. Er basiert auf einer negativen Feedback-Schleife, in der ein erhöhter Blutdruck reflektorisch die Herzfrequenz und damit den Blutdruck senkt; umgekehrt unterdrückt ein niedriger Blutdruck den Baroreflex, wodurch die Herzfrequenz und damit der Blutdruck wieder steigt.
Dieses System basiert auf spezialisierten Neuronen, so genannte Barorezeptoren, im Aortenbogen und dem Karotissinus, um Veränderungen im Blutdruck zu messen und diese an den Hirnstamm weiter zu melden. Weitere Veränderungen des Blutdrucks werden durch das vegetative Nervensystem vermittelt. Das atriale natriuretische Peptid ist Teil einer parallelen negativen Feedback-Schleife als Gegenspieler zum Renin-Angiotensin-System. Bei Blutdruckanstieg in der Halsschlagader (Karotis) werden die Barorezeptoren aktiviert und leiten ein afferentes Signal an den Hirnstamm. Dadurch werden efferente sympathische Signale gehemmt und parasympathische erhöht. Dadurch sinkt die Herzfrequenz und die Reninausschüttung in der Niere, und es kommt zu einer Gefäßerweiterung (Vasodilatation). Durch die Reninhemmung wird das RAAS heruntereguliert (Renin-Angiotensin-Aldosteron-System).
- 1 2 Husam M. Salah, Richa Gupta, Albert J. Hicks, Kiran Mahmood, Nicholas A. Haglund, Amarinder S. Bindra, Steve M. Antoine, Rachel Garcia, Amin Yehya, Dmitry M. Yaranov, Pujan P. Patel, Jason P. Feliberti, Allman T. Rollins, Vishal N. Rao, Laurie Letarte, Vikram Raje, Amit H. Alam, Patrick McCANN, Nirav Y. Raval, Brian Howard, Marat Fudim: Baroreflex Function in Cardiovascular Disease. In: Journal of Cardiac Failure. Band 31, Nr. 1, Januar 2025, ISSN 1532-8414, S. 117–126, doi:10.1016/j.cardfail.2024.08.062, PMID 39341547 (nih.gov [abgerufen am 9. Februar 2025]).