Baskenmütze

Die Baskenmütze (österr. Pullmankappe) ist eine traditionell aus Wolle gewalkte, in neuerer Zeit auch aus Gewebe geschneiderte, Kopfbedeckung nach Art des Baretts. Sie stammt wahrscheinlich aus den Pyrenäen, insbesondere dem Béarn, von wo sie sich im benachbarten Baskenland und schließlich weltweit verbreitete. Die Baskenmütze hat wie andere Baretts keinen Schirm und keine Krempe. Ihre Besonderheit ist die flache Form, die nach innen gebogene Kopföffnung und der ca. ein bis zwei Zentimeter lange Zipfel in der Mitte (baskisch txertena, ‚Schwänzchen‘), der beim Filzvorgang entsteht, und auch als Schlinge gearbeitet sein kann.

Das baskische Wort txapela [tʃa'pela] wird häufig mit Baskenmütze übersetzt, bedeutet aber Hut.

  1. 1 2 Ingrid Loschek, Gundula Wolter: Reclams Mode- und Kostümlexikon. 6. Auflage. Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-010818-5, S. 120.
  2. 1 2 3 Olga Macías: La boina y los vascos. In: euskonews.eus. Juli 2003, abgerufen am 3. März 2021.