Bastet-Fest
Das Bastet-Fest (auch Schönes Fest der Trunkenheit) wurde im Alten Ägypten zweimal jährlich ausgerichtet und ist als „Großes Bastet-Fest“ erstmals im Alten Reich als Neujahrsfeier belegt. Die Anfänge reichen aber in die frühdynastische Zeit zurück, in der die Göttin Bastet auch als Sachmet verehrt wurde. Mythologische Verbindungen bestanden ebenfalls zu Hathor, die in den Ähnlichkeiten der Festrituale sichtbar werden. Ihr ursprünglich oberägyptischer Kultort wechselte im Verlauf in das im Nildelta gelegene Bubastis.
Das „Große Bastet-Fest“, das bis zum Neuen Reich in enger Verbindung mit der einsetzenden Nilschwemme stand, konnte später aufgrund des sich verschiebenden heliakischen Aufgangs von Sirius erst nach Ankunft der Nilflut begonnen werden. Das „Kleine Bastet-Fest“ feierten die Ägypter später gemeinsam mit dem Osiris-Neujahrsfest, das ebenfalls unter dem Namen „Schönes Fest der Trunkenheit“ bekannt ist.
- ↑ Friedhelm Hoffmann: Ägypten – Kultur und Lebenswelt in griechisch-römischer Zeit – Eine Darstellung nach den demotischen Quellen. Berlin 2000, S. 223.
- ↑ Christian Hermann: Ägyptische Amulette aus Palästina/Israel: Mit einem Ausblick auf ihre Rezeption durch das Alte Testament. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1994, S. 145–147.