Batteriewechselstation
Eine Batteriewechselstation ermöglicht es Elektrofahrzeugen, eine leere Antriebsbatterie vergleichbar mit einem Tankvorgang in wenigen Minuten gegen eine volle auszutauschen, anstatt das Fahrzeug an einer Ladestation in 20 bis 30 Minuten langsamer und typischerweise nur bis 80 % schnellzuladen.
Energiepolitisch attraktiv ist einerseits die netzverbundene Bevorratung der Wechselbatterien in übers Land verteilten Servicestationen als Batteriespeicher und andererseits die Enthemmung der Weiterentwicklung der Batterietypen, da die Fahrzeuge nicht mehr an einen Typ gebunden bleiben bzw. mit diesem veralten. Ein Batteriewechselsystem setzt jedoch standardisierte Bauformen, Anschlüsse und eine entsprechend genormte Aufnahme an den Fahrzeugen voraus, und bremst dabei Neuentwicklungen aus. Batteriewechselsysteme sind vor allem aus dem industriellen Bereich bei Flurförderfahrzeugen wie Gabelstaplern bekannt, finden aber bei Elektromotorrollern und PKW zunehmende Verbreitung.
Spezielle Tausch-Ladestationen sind insbesondere bei Elektromotorrollern eine Maßnahme zur Eindämmung von Brandgefahren, da sich viele Akkubrände beim Aufladen der Batterien ereigneten.