Bauchdeckenstraffung

Die Bauchdeckenstraffung (auch Bauchdeckenplastik oder Abdominoplastik) ist eine Operation der Plastischen Chirurgie zur Straffung der Bauchdecke, wobei überschüssige Haut und Fettgewebe entfernt werden. Der Eingriff kann auch mit einer Fettabsaugung kombiniert werden (Lipoabdominoplastik). Die Indikation zum Einsatz der Bauchdeckenplastik ist oft bei Menschen mit einer Fettschürze (Hängebauch, etwa nach wiederholten Schwangerschaften wie bereits im 19. Jahrhundert wissenschaftlich erkannt war) und als Hernioplastik bei übergroßer Bruchpforte (einschließlich Rektusdiastase) gegeben.

Eine Bauchdeckenstraffung wird dann vorgenommen, wenn ein Hautüberschuss im Bauchbereich („Hängebauch“) besteht. Dieser ist häufig das Resultat eines großen Gewichtsverlustes. Die Patienten haben bereits mehrere Kilogramm abgenommen. Durch eine Bauchdeckenstraffung wird die Optik des Bauches dem neuen Gewicht angepasst. Dieser Eingriff dient nicht der Fettreduktion, das Gewicht sollte vorher durch eine Diät verringert werden, kann aber ggf. durch eine Fettabsaugung ergänzt werden.

  1. Vincenz Czerny: Zur Prophylaxis des Hängebauches der Frauen. In: Centralblatt für Gynäkologie. Band 10, Nr. 3, 16. Januar 1886, S. 33 f.; E. Baelz: Zur Verhütung des Hängebauches. In: Centralblatt für Gynäkologie. Band 10, Nr. 25, 19. Juni 1886, S. 397 f.; J. Elischer: Zur Prophylaxis des Hängebauches der Frauen. In: Centralbaltt für Gynäkologie. Band 10, Nr. 11, 13. März 1886, S. 165 f.