Bausünde

Als Bausünde (zu Sünde, Verfehlung) beschreibt man ein als misslungen empfundenes oder eingeordnetes Bauvorhaben. Der Begriff ist ein undifferenzierter Ausdruck der Architekturkritik und der Beurteilung der städtebaulichen Einordnung eines Bauwerks oder dessen Bauausführung und wird auch als politisches Schlagwort verwendet.

Erste Popularität erlangte er Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem „Neuen Bauen“, das von konservativen Kritikern als „Bausünde“ im Sinn einer „Sünde am deutschen Volk“ bezeichnet wurde.

  1. Tim Höhn: Marstallcenter in Ludwigsburg. Der große Wurf bleibt aus. In: Stuttgarter Zeitung. 7. Dezember 2013, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  2. Sarah Retsch: Die Bausünde – Karriere eines Begriffs. (PDF; 858 kB) Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, abgerufen am 28. August 2010.