Bayerische PtL 2/2
Die Gattung PtL 2/2 der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen waren leichte und kompakte Heißdampflokomotiven für den Betrieb auf Lokalbahnen. Insgesamt gab es drei Bauarten, von denen zwei als Baureihe 983 noch zur Deutschen Reichsbahn und sogar zur Deutschen Bundesbahn gelangten.
Allen Bauarten gemeinsam war die Achsfolge B, die halbselbsttätige Schüttfeuerung, die einen Einmann-Betrieb zuließ, und Umläufe mit Geländern, die vorne und hinten einen gefahrlosen Zugang zum Wagenzug ermöglichten. Die Lokomotiven hatten ein großes Führerhaus mit je drei Fenstern auf jeder Seite, das bis auf die Rauchkammer den gesamten Kessel umschloss. Diese Eigenart brachte den Lokomotiven in Südbayern den Beinamen Glaskasten beziehungsweise mundartlich Glaskastl ein, in Franken wurden sie als Glas-Chaise bezeichnet.
- ↑ Robert Zintl: Das Thurnauer Bockela, Verlag E.C. Baumann, Kulmbach 1980, ISBN 3-922091-15-6, S. 80