The Beach Boys
| The Beach Boys | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Hawthorne, Kalifornien, Vereinigte Staaten |
| Genre(s) | Surf, Rock, Pop |
| Aktive Jahre | seit 1961 |
| Website | thebeachboys.com |
| Gründungsmitglieder | |
| Brian Wilson († 2025) | |
Gesang, Leadgitarre | Carl Wilson († 1998) |
Gesang, Schlagzeug | Dennis Wilson († 1983) |
Gesang | Mike Love |
Gesang, Rhythmusgitarre | Alan Jardine |
| Aktuelle Besetzung | |
Gesang | Mike Love |
Gesang, Bass, Keyboard | Bruce Johnston (1965–1972, 1979–2026) |
Gitarre | David Marks (1962–1963, 1998–2000, 2012) |
| Ehemalige Mitglieder | |
Gitarre, Gesang | Blondie Chaplin (1972–1973) |
Schlagzeug, Gesang | Ricky Fataar (1972–1974) |
Gitarre, Schlagzeug, Gesang, Percussion | John Stamos (ausgewählte Shows seit 1990) |
The Beach Boys sind eine US-amerikanische Musikgruppe. Sie wurde 1961 von den Brüdern Brian, Dennis und Carl Wilson, ihrem Cousin Mike Love und dem Schulfreund Alan Jardine im kalifornischen Hawthorne gegründet und entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Pop- und Rockbands der 1960er und frühen 1970er Jahre. Bis Mitte der 1960er Jahre verbuchten die Beach Boys mit Surfmusik zahlreiche Charterfolge, um sich dann, angeleitet von Brian Wilson, komplexeren Kompositionen (etwa in der Tradition des Doo Wop) und Arrangements zuzuwenden.
Mit ihrem experimentellen Album Pet Sounds, das laut Fachzeitschriften wie Mojo und Rolling Stone zu den bedeutendsten Alben in der Geschichte der Rockmusik zählt, und den Arbeiten am Album Smile erneuerten sie teilweise die damaligen Strukturen der Rock- und Popmusik und erweiterten deren musikalische Ausdrucksmöglichkeiten. Besondere Merkmale ihrer Musik sind einprägsame Melodien und ein differenzierter, häufig vierstimmiger Satzgesang unter Verwendung teilweise ungewöhnlicher Harmoniefolgen. Ihre Texte beschworen anfänglich meist Teenagersehnsüchte nach einem hedonistisch orientierten und sorgenfreien Leben, thematisierten später aber auch ernsthafte Themen.
Während ihr Erfolg in den USA ab 1967 langsam schwand, konnten die Beach Boys in Europa ihre größten Erfolge feiern, bis sie 1974 mit dem Kompilationsalbum Endless Summer auch in ihrer Heimat wieder erfolgreicher wurden. 1988 kam mit Kokomo ein weiterer Nummer-eins-Erfolg hinzu. Die Gruppe war insgesamt über 60 Jahre lang in den Top 40 der amerikanischen Billboard-Charts vertreten.
1983 starb Dennis und 1998 Carl Wilson. Die drei verbliebenen Gründungsmitglieder gingen in der Folgezeit separat mit verschiedenen Begleitbands auf Tournee. 2012 fanden sie wieder zusammen, veröffentlichten ein neues Studioalbum und gingen auf eine Welttournee. 2025 starb Brian Wilson. Im März 2026 gab Bruce Johnston seinen Ausstieg bekannt, womit Mike Love das letzte originale Mitglied der aktuellen Tourbesetzung ist.
- ↑ Paul McCartney: Lyrics. 1956 bis heute. Hrsg. mit einer Einleitung von Paul Muldoon. Aus dem Englischen übersetzt von Conny Lösche. C. H. Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-77650-2, S. 35.
- ↑ The 100 Greatest Albums Ever Made. In: Mojo. Nr. 11, August 1995.
- ↑ The RS 500 Greatest Albums of All Time. In: Rolling Stone. 18. November 2003, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juni 2008; abgerufen am 3. April 2010 (englisch).
- ↑ Der erste Einbruch kam mit dem Album Smiley Smile im September 1967. Das Nachfolgealbum Wild Honey platzierte sich zwar etwas besser, kam aber nicht mehr in die Top-20. 1968 war mit Friends ein Tiefpunkt erreicht. Nach 1966 (Good Vibrations) gab es zehn Jahre lang keine Top-10-Platzierung bei den US-Singles.
- ↑ Zeitraum der Single Surfin Safari (1962) bis Little St. Nick auf Platz 30 im Jahr 2022.