Cimitirul Șerban Vodă
Der Cimitirul Șerban Vodă (deutsch Friedhof Șerban Vodă), umgangssprachlich auch Cimitirul Bellu, (deutsch Bellu-Friedhof) ist der größte Friedhof in Bukarest, Rumänien. Er liegt an der Calea Șerban Vodă Nr. 249 im vierten Bezirk der Stadt an der Piața Eroii Revoluției. Der Friedhof ist ein nationales Pantheon (Gedenkstätte für bedeutende Persönlichkeiten) und wird seit 1858 genutzt. Namensgebend sind der Woiwode Radu Șerban Vodă (1602–1611) und Baron Barbu Bellu (1825–1900), der das Grundstück der lokalen Verwaltung zur Nutzung als Friedhof stiftete.
Das Gebäudeensemble des Friedhofs steht unter Denkmalschutz. 1859 hatte der Friedhof eine Ausdehnung von 17 Hektar, 1960 22 Hektar, 2010 28 Hektar, und 2013 30 Hektar. Nach Angaben der Friedhofsverwaltung gilt die Anlage als „V.I.P.-Friedhof“.
Das Budget der Friedhofsverwaltung lag 2009 bei 14 Millionen Euro für Landschaftsbau, Reinigung, Sicherheit und das Führen des Friedhofskatasters. Die genaue Zahl der dortigen Ruhestätten ist hingegen unbekannt. Seit 2010 ist der Friedhof Mitglied in der Association of Significant Cemeteries of Europe (deutsch Verband bedeutender Friedhöfe in Europa).
- ↑ acasa.ro, Mihaela Rotaru: Ce vizitam azi: Cimitirul Bellu, 20. Februar 2012, in rumänischer Sprache, abgerufen am 17. Juni 2013
- 1 2 3 bellu.ro: History of the Bellu Cemetery ( vom 19. Juni 2013 im Internet Archive), in englischer Sprache, abgerufen am 16. Juni 2013
- ↑ Denkmalliste: Lista Monumentelor Istorice - 2010 ( vom 10. Juni 2012 im Internet Archive) (PDF; 7,4 MB), B-IV-a-B-20118 „Ansamblul Cimitirul Șerban Vodă - Bellu“, in rumänischer Sprache, abgerufen am 16. Juni 2013
- 1 2 Administraţia Cimitirelor şi Crematoriilor Umane: Bellu- hectare de istorie ( vom 23. Juli 2013 im Internet Archive), 2010, in rumänischer Sprache, abgerufen am 16. Juni 2013
- ↑ Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, Aida Ivan: Ein außergewöhnliches Freiluftmuseum in Bukarest – Grabsteinkunst und Geschichte im Bellu-Friedhof, 17. März 2013, abgerufen am 17. Juni 2013
- ↑ Ziarul de Duminică, Cosmin Savu: Reportajul Lunii, Privilegiatii lumii de apoi. Cimitirul Bellu, 28. Mai 2009, in rumänischer Sprache, abgerufen am 16. Juni 2013