Belzec-Prozess
Der Bełżec-Prozess Mitte der 1960er Jahre war ein Prozess gegen acht ehemalige SS-Angehörige des Vernichtungslagers Bełżec vor dem Landgericht München I. Fünf Beschuldigte waren sowohl in diesem Prozess als auch im nachfolgenden Sobibor-Prozess angeklagt. In diesen beiden Prozessen sowie in den Treblinka-Prozessen kamen die Massenvernichtungsverbrechen der Aktion Reinhardt – der Tötung von über zwei Millionen Juden und 50.000 Roma und Sinti zur Sprache. Diese Prozesse stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den Krankenmorden in der Zeit des Nationalsozialismus an 100.000 Behinderten, da viele Wachleute vor ihrer Tätigkeit in den Vernichtungslagern in NS-Tötungsanstalten gearbeitet hatten. Die ersten „Euthanasie“-Prozesse wurden bereits kurz nach Kriegsende durchgeführt.