Bendorfer Brücke

Bendorfer Brücke
Überführt Bundesautobahn 48
Querung von Rhein
Ort KoblenzBendorf
Unterhalten durch Die Autobahn GmbH des Bundes
Konstruktion Spannbeton-Balkenbrücke
Gesamtlänge 1029 m
Breite 30,86 m
Längste Stützweite 208 m
Fahrzeuge pro Tag > 60.000
Baukosten 27,1 Mio. DM
Baubeginn 15. März 1962
Fertigstellung 13. August 1965
Eröffnung 16. August 1965
Bauzeit 3,5 Jahre
Planer Ulrich Finsterwalder, Architekt Gerd Lohmer
Lage
Koordinaten 50° 24′ 37″ N,  34′ 28″ O
Straßenkarte Raum Koblenz
Nummer 2 ist die Bendorfer Brücke
p1

Die Bendorfer Brücke, auch Rheinbrücke Bendorf genannt, führt die Autobahn A 48 zwischen Koblenz und Bendorf über den Rhein.

Die 1029 m lange Brücke beginnt an der nördlichen Stadtgrenze von Koblenz, überquert die beiden Arme des Rheins und das nördliche Ende der Insel Graswerth, die zur Gemeinde Niederwerth gehört, und endet an der Anschlussstelle Bendorf/Neuwied. Die vierspurige Autobahnbrücke hat an der Nordseite auch einen Geh- und Radweg. Sie ist in der Region Koblenz nach der Europabrücke mit mehr als 60.000 Fahrzeugen pro Tag eine der am meisten frequentierten Brücken.

Die von Ulrich Finsterwalder mit architektonischer Beratung durch Gerd Lohmer geplante und 1965 fertiggestellte Bendorfer Brücke markiert einen bedeutenden Abschnitt in der Entwicklung des Brückenbaus. Die Spannbetonbauweise konnte sich im Wettbewerb erfolgreich gegen den Stahlbau durchsetzen, der bis dahin den Markt für weitgespannte Brücken beherrscht hatte. Im Freivorbau mit Vorbauwagen erstellte Spannbetonbrücken konnten auch die am Rhein erforderlichen großen Spannweiten ohne Störung des Schiffsverkehrs überbrücken. Die Bendorfer Brücke hatte mit einer Spannweite von 208 m über der Fahrrinne des Rheins die zu der Zeit weltweit größte Spannweite aller Spannbetonbalkenbrücken.

  1. Ulrich Finsterwalder, Herbert Schambeck: Von der Lahnbrücke Balduinstein bis zur Rheinbrücke Bendorf. In: Der Bauingenieur, 40. Jahrgang, Heft 3 vom März 1965, S. 85–91