Benefizspiel

Benefizspiele sind Freundschaftsspiele, deren Erlöse wohltätigen Zwecken zugutekommen oder auch Abschiedsspiele für einen besonders erfolgreichen Spieler der Vergangenheit, wobei die finanziellen Einnahmen zum Teil dem verabschiedeten Spieler zugutekommen.

Seit 1993 trug die Deutsche Fußballnationalmannschaft zumeist vor großen Turnieren (Welt- und Europameisterschaften) Benefizspiele aus. 1993 lautete in Augsburg das Motto „Mein Freund ist Ausländer“, 1996 in Mannheim „Fußball - mehr als ein 1:0“ und 1998 wiederum in Mannheim „Kinder stark machen.“

Es gab aber auch bekannte Mannschaften wie die Datschiburger Kickers aus Augsburg, das Hans-Rosenthal-Team aus Berlin und die Lotto-Elf von Lotto Rheinland-Pfalz um Persönlichkeiten wie Horst Eckel, Hans-Peter Briegel, Hans-Günter Neues und Wolfgang Overath aufgestellt, welche Gelder für soziale Zwecke einspielten.

Der ehemalige Nationaltorhüter Hans Tilkowski hatte nach seiner Spieler- und Trainerkarriere eine herausragende Rolle im Bereich des Socialsponsoring eingenommen und insbesondere am 13. Juni 1989 im Dortmunder Westfalenstadion ein Spiel zwischen einer Ruhrgebiets-Auswahl und einer „Welt-Elf“ organisiert, wobei ein Erlös von rund 300.000 Mark dem Weltkinderhilfswerk UNICEF zugutekam.

Von der Weltmeisterelf von 1954 ist bekannt, dass die Mannschaft lediglich für das Benefizspiel für den kurz zuvor bei einem Autounfall mit seiner Ehefrau tödlich verunglückten vormaligen Lizenzspieler von Eintracht Braunschweig, Jürgen Moll, noch einmal am 14. April 1969 für ein Spiel zusammengekommen ist.

  1. Jürgen Bitter: Deutschlands Fußball. Das Lexikon. F.A. Herbig Verlag. München 2008. ISBN 978-3-7766-2558-5. S. 54/55