Berthold Ottens

Berthold Ottens (* 1942) ist ein deutscher Mineraliensammler und Amateurmineraloge. Sein Spezialgebiet sind Minerale aus China, Indien und Griechenland. Bilder und Berichte seiner Reisen sind in dem umfassenden, 2008 veröffentlichten Werk namens „China“ (auf Deutsch und Chinesisch) gesammelt. 2011 erschien sein Buch über Indien, wofür er Reisen in den Jahren 1978 bis 2020 nach Indien unternahm. Er war in früheren Jahren häufiger in Indien, bis in China neue Funde sein Interesse geweckt hatten und er sich darauf spezialisierte. Er veröffentlichte im Laufe der Jahre zahlreiche Artikel in Sammlerzeitschriften (besonders Lapis und Mineralogical Record).

2006 erhielt Berthold Ottens die Auszeichnung der Friends of Mineralogy in Tucson für den besten Artikel 2005 im Mineralogical Record zum Thema Mineralien und Fundorte in China. Das Mineral Ottensit wurde nach Berthold Ottens benannt und offiziell im Juni 2006 anerkannt. Ottensit ist sehr selten und kommt nur an einer Fundstelle weltweit vor (Sb-Au-Lagerstätte Dachang, Qinglong Co., Guizhou, China). Es existieren nur wenige Fundstücke. Weitere Bücher erfolgten über die Mineralien Griechenlands (2018) und China II (2021). 2019, 2020 und 2022 publizierte Ottens zusammen mit Co-Autoren drei wissenschaftliche Artikel über die Sekundärminerale aus der Dekkan Vulkanprovinz, Indien.

  1. Mineralatlas Lexikon - Ottensit. In: mineralienatlas.de. Abgerufen am 21. Mai 2024.