Bestäubungsleistung
Bestäubungsleistung gibt in der Landwirtschaft an, welchen Anteil biotische und abiotische Umweltfaktoren (Insekten, Sonne, Wind und Wasser) an der Blütenbestäubung bzw. Befruchtung haben.
Eine Reihe von Nahrungspflanzen werden zwar durch Anemophilie (vom Wind) bestäubt und viele Getreidearten sind zur Selbstbestäubung fähig, aber etwa ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion ist auf aktive Bestäubung angewiesen.
Durch den Anbau von Kulturpflanzen sind Menschen auf bestäubende Insekten angewiesen, da 91 der 107 weltweit am häufigsten angebauten Kulturpflanzen auf Bestäubung angewiesen sind.
In der öffentlichen Wahrnehmung ist insbesondere die Bestäubungsleistung durch Honig- und Wildbienen präsent, während Fluginsekten wie Hummeln, Wespen, Käfern, Fliegen oder Mücken eher nicht als klassische Bestäuber betrachtet werden.
- 1 2 Jeannette Cwienk: Nicht nur Bienen: Was Mücken, Fliegen und Wespen für uns tun. Deutsche Welle, abgerufen am 1. Februar 2026
- ↑ Kleine Tierchen mit großer Leistung. Warum Insektenbestäubung lebenswichtig ist Naturschutzbund Deutschland, abgerufen am 26. Oktober 2023
- ↑ Im Schatten der Bienen. Bestäubungsleistung anderer Insekten wird dramatisch unterschätzt. vom 4. Dezember 2015 Pflanzenforschung, abgerufen am 26. Oktober 2023