Bestatter

Der Bestatter übt den Dienstleistungsberuf aus, einen Verstorbenen auf den Friedhof zu bringen. Das Berufsfeld des Bestatters reicht von der Überführung der Leiche vom Sterbeort, gegebenenfalls auch die Bergung, etwa nach Unfällen, über die hygienische Totenversorgung, kosmetische Behandlung und Einkleidung, Einbettung in einen Sarg bis zum gesamten Arrangement einer Bestattung mit einer kirchlichen oder weltlichen Trauerfeier und der Beisetzung von Sarg oder Urne. Zusätzlich werden die Hinterbliebenen bei Behördenwegen, Überführungen und Erledigungen beraten und unterstützt. Bestatter nehmen heute in einigen Teilen Deutschlands (vor allem Süddeutschland) wieder die Aufgabe des traditionellen Totengräbers wahr.

Wissenschaftlich beschäftigt sich die Thanatologie mit dem Bestattungswesen. In kleineren Orten und auf dem Lande wird das Bestattergewerbe auch noch vom ansässigen Tischler ausgeübt. In den Großstädten ist der Bestatter nicht selten zum ersten Ansprechpartner der vom Tode betroffenen Angehörigen geworden.

Der Bestatter bringt einen Toten an seine Statt, die letzte Stätte auf dem Friedhof. Dies ist eine verhüllende Redeweise für ins Grab legen.

Pompfinebrer (Pompfünebrer; von französisch pompe funebre, Begräbnisprunk), ist die volkstümliche Bezeichnung für die schwarz, früher prunkvoll livrierten Bediensteten von Wiener Leichenbestattungsunternehmen.

  1. Reiner Sörries: Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur. Wörterbuch zur Sepulkralkultur. Band 2. Haymarket Media Verlag, Braunschweig 2005, S. 42.
  2. Klaus Dirschauer: Bestatter und Kirche. In: Forum 1992. Bestattung und Kirche. Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes, Düsseldorf 1992, S. 16.
  3. Reiner Sörries: Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur. Wörterbuch zur Sepulkralkultur. Band 2. Haymarket Media Verlag, Braunschweig 2005, S. 4; bestatten. In: Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 23. Auflage. Berlin/New York 1999, ISBN 3-11-016392-6, S. 102.