Betastrahlung
Betastrahlung oder β-Strahlung ist eine Strahlung aus energiereichen Elektronen (dann genauer „β−-Strahlung“ genannt) oder Positronen (dann genauer „β+-Strahlung“), die beim Betazerfall auftreten, einem Typ des radioaktiven Zerfalls von Atomkernen. Die emittierten Teilchen werden auch als Betateilchen bezeichnet. Nicht zur Betastrahlung zählen die (Anti-)Neutrinos, die bei diesem Prozess ebenfalls entstehen.
Die kinetische Energie der Betateilchen liegt zwischen (nahezu) Null und einer maximalen Energie, die je nach radioaktivem Nuklid (Atomkernsorte) verschieden ist und typischerweise einige hundert Kiloelektronenvolt oder wenige Megaelektronenvolt beträgt. Die Reichweite in Luft beträgt maximal einige Meter; ein dickes Buch, eine dicke Plexiglasscheibe oder eine dünne Aluminiumplatte schirmen Betastrahlung vollständig ab.
Der Name stammt von der ersten Einteilung der ionisierenden Strahlen aus radioaktiven Prozessen in Alphastrahlen, Betastrahlen und Gammastrahlen, die in dieser Reihenfolge steigende Durchdringungsfähigkeit von Materie zeigen.