Bewegung 2. Juni

Die Bewegung 2. Juni war eine in den 1970er Jahren in West-Berlin aktive linksextreme terroristische Vereinigung. Sie wurde nach dem Todesdatum von Benno Ohnesorg benannt, der bei einer Demonstration am 2. Juni 1967 in West-Berlin von dem Berliner Polizisten Karl-Heinz Kurras erschossen worden war. Sie selbst sahen und bezeichneten sich als Stadtguerilla. Zu ihren bekanntesten Taten gehörten die Ermordung des Kammergerichtspräsidenten Günter von Drenkmann sowie die Entführung von Peter Lorenz, des CDU-Spitzenkandidaten zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin 1975. Am 2. Juni 1980 erklärte die Organisation ihre Selbstauflösung. Einige der Terroristen schlossen sich daraufhin der Roten Armee Fraktion (RAF) an.

  1. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland: Eine kritische Bestandsaufnahme. Springer, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-04506-7, S. 170.