Beziehungen zwischen Venezuela und den Vereinigten Staaten

Venezolanisch-US-amerikanische Beziehungen
Venezuela Vereinigte Staaten
Venezuela Vereinigte Staaten

Die Beziehungen zwischen der Bolivarischen Republik Venezuela und den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) haben sich seit dem 19. Jahrhundert von anfangs freundschaftlichen Kontakten hin zu starken politischen Spannungen entwickelt. Insbesondere im 21. Jahrhundert – während der Präsidentschaften von Hugo Chávez (1999–2013) und Nicolás Maduro (2013–2026) – war das Verhältnis von Konflikten geprägt. Beide Staaten warfen einander Eingriffe in innere Angelegenheiten vor: Die venezolanische Führung beschuldigte die USA des Imperialismus, während Washington der Regierung in Caracas autoritäres Verhalten, Menschenrechtsverletzungen und Gefährdung der regionalen Sicherheit vorhielt. Sicherheitspolitisch hat sich Venezuela seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts zu einem antiamerikanischen Staat entwickelt und 2004 mit Verbündeten wie Kuba die Bolivarianische Allianz für Amerika gegründet. Die Spannungen mit den USA nach der Bolivarischen Revolution mündeten 2019 im Abbruch der diplomatischen Beziehungen und scharfen US-Sanktionen gegen den venezolanischen Erdölsektor. Wegen des Vorwurfs des Drogenhandels riefen die USA 2020 ein Kopfgeld auf den venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro aus. Bei einem Angriff im Januar 2026 entführten sie ihn in die USA und inhaftierten ihn dort. Unter seiner Nachfolgerin Delcy Rodríguez näherten sich beide Staaten ab März desselben Jahres wieder einander an.