Biangibudiburg
Biangibudiburg war ein Gut, das erstmals in einer auf den 2. November 1004 datierten Urkunde Heinrichs II. für Kloster Kemnade erwähnt wird.
Auf Bitten der Schwestern Imma und Frederuna (Billung) nahm König Heinrich das Kloster unter die Schutzherrschaft des Reiches, in dessen Besitz das Kloster nach dem Tod der Stifterinnen übergehen sollte. Gemäß der Aufstellung des Klosterbesitzes im Diplom lag das praedium (Gut) Biangibudiburg im Bardengau in der Grafschaft des Herzogs Bernhard Billung, des Sohnes Hermann Billungs.
Biangibudiburg taucht in einer zweiten Urkunde Heinrichs II. vom 26. März 1017 auf. Erneut wird der Klosterbesitz aufgezählt. Als weitere Fürsprecherin neben Dietrich von Minden erscheint hier Kaiserin Kunigunde.
In zwei weiteren Urkunden vom 8. Februar 1025 und vom 3. September 1039 von Konrad II. und Heinrich III. werden „Höfe nämlich und Häuser darunter namentlich (curtes scilicet ac villas infra nominatas): ..., Biangibudiburg, ...“ als Teil des Besitzes von Frederuna und Imma unter den Schutz des Kaisers gestellt. Weitere Urkunden, in denen „Biangibudiburg“ verzeichnet ist, sind bisher nicht bekannt geworden.
- ↑ Urkunde Nr. 87. In: Harry Bresslau, Hermann Bloch, R. Holtzmann u. a. (Hrsg.): Diplomata 14: Die Urkunden Heinrichs II. und Arduins (Heinrici II. et Arduini Diplomata). Hannover 1900–1903, S. 109–111 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
- ↑ Urkunde Nr. 362 in: Harry Bresslau, Hermann Bloch, R. Holtzmann u. a. (Hrsg.): Diplomata 14: Die Urkunden Heinrichs II. und Arduins (Heinrici II. et Arduini Diplomata). Hannover 1900–1903, S. 464–465 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
- ↑ Urkunde Nr. 19. In: Harry Bresslau unter Mitwirkung von H. Wibel und A. Hessel (Hrsg.): Diplomata 15: Die Urkunden Konrads II. (Conradi II. Diplomata) Mit Nachträgen zu den Urkunden Heinrichs II.. Hannover 1909, S. 21–22 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
- ↑ Urkunde Nr. 7. In: Harry Bresslau und Paul Kehr (Hrsg.): Diplomata 16: Die Urkunden Heinrichs III. (Heinrici III. Diplomata). Berlin 1931, S. 9–10 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)