Bibliothek deutscher Klassiker (Reihe, DDR)

Das großangelegte und noch heute in sehr vielen Bücherregalen präsente Editionsunternehmen des Volksverlags Weimar (bis 1964) und dann des Aufbau-Verlags (Berlin u. Weimar/DDR) war eine staatlich gesteuerte „Volksausgabe“, heute würde man sagen Leseausgabe, initiiert vom Ministerium für Kultur (DDR), die diejenigen deutschsprachigen Autorinnen und Autoren einer breiten Leserschaft zugänglich machen wollte, die einerseits aus Sicht der SED-Führung und der vorherrschenden Staatsideologie akzeptabel waren und denen andererseits von der zeitgenössischen Germanistik der Status eines Klassikers zugewiesen worden ist. Lese- bzw. Volksausgaben wie diese stehen in einer kulturellen Tradition.

  1. Als ein frühes Beispiel: Bibliothek der deutschen Klassiker. Mit literargeschichtlichen Einleitungen, Biographien und Porträts. Hildburghausen: Bibliographisches Institut, 1861–1864. (25 Bände)