Gleislose Bielathal-Motorbahn mit elektrischer Oberleitung

Königstein–Kurbad Königsbrunn
Die Strecke auf einer zeitgenössischen Wanderkarte
(Stand von 1901)
Streckenlänge:4,4 km
Stromsystem:500 Volt =
Maximale Neigung: 1:13 
Streckengeschwindigkeit:12 km/h
0,0 Königstein Güterbahnhof 125 m
Bahnstrecke Děčín–Dresden-Neustadt
1,6 Königstein Viaduktplatz 136 m
2,3 Biela 130 m
3,6 Biela 155 m
3,7 Hütten 151 m
4,1 Hütten Papierfabrik 164 m
4,1 Biela 165 m
4,4 Kurbad Königsbrunn 164 m

Die Gleislose Bielathal-Motorbahn mit elektrischer Oberleitung, auch Gleislose Bielathalbahn mit elektrischer Oberleitung, Elektrische gleislose Motorbahn im Bielathale, Bielat(h)al-Motorbahn oder kurz Bielat(h)albahn genannt, war ein Oberleitungsbus-Betrieb in Sachsen. Die Anlage wurde 1901 eröffnet und schon 1904 wieder eingestellt. Die zeitweise 4,4 Kilometer lange Strecke war einer der ersten Oberleitungsbusse weltweit, im deutschen Sprachraum damals noch Gleislose Bahn genannt. Sie wurde vom Verkehrsunternehmen Bielathal-Motorbahn Königstein betrieben und erschloss das vordere Tal der Biela in der Sächsischen Schweiz. Die Route verband Königstein an der Elbe mit dem bis 1933 selbständigen Ortsteil Hütten, die Endstation war beim Kurbad Königsbrunn.

  1. Dresdner Anzeiger vom 12. Juli 1901
  2. Marksteine der touristischen Erschließung der Sächsischen Schweiz (Online, PDF), abgerufen am 16. Februar 2021.
  3. Mario Schatz: 1901–04: Die Bielathalbahn, die erste Obuslinie der Welt. In: Ludger Kenning – Mattis Schindler: Obusse in Deutschland, Band 1: Berlin – Brandenburg – Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein – Hamburg – Bremen – Niedersachsen, Sachsen-Anhalt – Thüringen – Sachsen, Frühere deutsche Ostgebiete, Kenning-Verlag, Nordhorn, 2009, ISBN 978-3-933613-34-9, S. 231–235