Mehrkomponentenfaser

Eine Mehrkomponentenfaser (synonym: Multikomponentenfaser) besteht aus mindestens zwei fest, aber trennbar miteinander verbunden Polymeren mit unterschiedlichem chemischem und/oder physikalischem Aufbau.

Überwiegend werden Mehrkomponentenfasern aus zwei Polymerkomponenten hergestellt. Sie werden deshalb als Bikomponentenfasern bezeichnet.

Ziel der Entwicklung von Bikomponentenfasern (auch Zwillingsfasern genannt) war, die schwierige und kostspielige Ausarbeitung neuer chemischer Kombinationen zu umgehen, trotzdem aber Fasern mit neuartigen erwünschten Eigenschaften zu erzielen.

  1. Ursula Völker, Katrin Brückner: Von der Faser zum Stoff – Textile Werkstoff- und Warenkunde. 35., aktualisierte Auflage. Verlag Dr. Felix Büchner. Hamburg 2014, ISBN 978-3-582-05112-7, S. 76.
  2. Günter Schnegelsberg: Handbuch der Faser – Theorie und Systematik der Faser. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main, 1999, ISBN 3-87150-624-9, S. 563.
  3. Franz Fourné: Synthetische Fasern: Herstellung, Maschinen und Apparate, Eigenschaften: Handbuch für Anlagenplanung, Maschinenkonstruktion und Betrieb. Carl Hanser Verlag, München Wien 1995, ISBN 3-446-16058-2, S. 539.
  4. Hans-J. Koslowski: Chemiefaser – Lexikon . 12., erweiterte Auflage.Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-87150-876-9, S. 38.
  5. Hermann Klare: Geschichte der Chemiefaserforschung. Akademie-Verlag, Berlin 1985. S. 355.