Bioelektrische Impedanzanalyse
Die Bioelektrische Impedanzanalyse (B.I.A.) dient der Bestimmung der Körperzusammensetzung von Menschen und anderen Lebewesen über den elektrischen Widerstand. Sie hat sich seit dem Aufkommen der ersten kommerziellen Messgeräte in den 1980er Jahren stark verbreitet, da die hierfür nötigen Geräte einfacher, preisgünstiger und portabler sind als bei anderen, dafür genaueren Bestimmungsmethoden.
Mehr als 2000 Publikationen in wissenschaftlichen Fachjournalen haben sich mit der BIA beschäftigt.
Die analysierten Körperkompartimente sind im Einzelnen:
- Fettmasse (FM), Fat mass
- Körperwasser (TBW), Total body water
- Muskelmasse, Muscle
- Fettfreie Masse (FFM), Fat free mass
- Körperzellmasse (BCM), Body cell mass
- Extrazelluläre Masse (ECM), Extracellular mass
- Magermasse (LBM), Lean body mass
Die international vereinbarten, wissenschaftlichen Standardisierungen für die BIA setzen eine definierte Messpositionierung voraus. Die Messperson liegt rücklings entspannt in der Waagerechten und die Gliedmaßen sind vom Rumpf leicht abgewinkelt. Die Platzierung der Klebeelektroden ist genauestens zu beachten. Darum ist eine Einweisung und Schulung des Messpersonals unabdingbar.
Eine Sonderform der bioelektrischen Impedanzanalyse untersucht die elektrische Impedanz einzelner Körpergewebe, zum Beispiel der Darmschleimhaut, um die Barrierefunktion eines Epithels zu messen (im Beispiel: Trennung von Darmlumen und Blutseite).
- 1 2 B.I.A. Bioelektrische Impedanz Analyse: Charité – Universitätsmedizin Berlin. Charité – Universität Berlin: Medizinische Polyklinik (Arbeitsbereich), 2026, abgerufen am 13. Februar 2026.
- ↑ Alfred H. Gitter: Impedanzmessungen der epithelialen Barrierefunktion. In: "Technische Systeme für die Lebenswissenschaften", Beckmann, D., Meister, M. (Hrsg.), Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V., Heilbad Heiligenstadt, Seiten 73–79, 2010, ISBN 978-3-00-032249-5.