Bion (Wilhelm Reich)
Als Bione bezeichnete der austroamerikanische Psychiater, Sexualforscher und Soziologe Wilhelm Reich (1897–1957) von ihm bei mikroskopischen Untersuchungen gefundene Objekte – „Energiebläschen, die Übergangsstufen zwischen lebloser und lebender Substanz darstellen“. Dies gehörte zu seinem Versuch in den 1930er Jahren, angelehnt an Sigmund Freud, psychische Phänomene auf eine physiologische und weiterhin biologische Basis zu stellen. Später integrierte er seine Arbeiten zu „Bionen“ in seine Theorie der „Orgon-Energie“.
Die akademische Naturwissenschaft hat sich mit Reichs Arbeiten nur ganz am Rande befasst. 2015 veröffentlichte James E. Strick die umfangreiche kritische Monographie Wilhelm Reich – Biologist, in der vor allem die Bion-Experimente behandelt werden.
- ↑ Rainer Gebauer und Stefan Müschenich: Der Reichsche Orgonakkumulator. Naturwissenschaftliche Diskussion, praktische Anwendung, experimentelle Untersuchung. Nexus-Verlag, Frankfurt am Main 1987 (koordinierte Diplomarbeit an der Universität Marburg), ISBN 3-923301-19-7.
- ↑ Günter Hebenstreit: Der Orgonakkumulator nach Wilhelm Reich. Eine experimentelle Untersuchung zur Spannungs-Ladungs-Formel. Dipl.-Arbeit, Universität Wien 1995.
- ↑ Bernhard Harrer: Kritische Evaluation der Lebensenergie-Forschung von Wilhelm Reich (Orgon-Theorie). Berlin 1997 (Abstract); dazu die Kritik von James DeMeo.