Blüse Neuwerk
| Blüse Neuwerk | ||
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| Darstellung der Blüse, angefertigt von Johann Leonhard Prey für Jacob Schuback, gezeichnet von Jonas Haas, gestochen von Gottfried Christian und Thomas Albrecht Pingeling. (1751) | ||
| Ort: | Neuwerk | |
| Lage: | auf dem damaligen nordwestlichen Ende der Insel Neuwerk an der Elbmündung | |
| Geographische Lage: | 53° 55′ 19,5″ N, 8° 29′ 14,5″ O | |
| Feuerhöhe: | 23 m | |
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| Kennung: | F W | |
| Betriebsart: | Steinkohle | |
| Betriebszeit: | 1644 bis 1814 | |
Die Blüse Neuwerk (auch Feuerblüse) wurde 1644 von der Hamburger Admiralität auf der Insel Neuwerk errichtet. Sie war zusammen mit den weiteren Baken und dem damals noch unbeleuchteten Wehrturm Neuwerk das erste befeuerte Seezeichen in der Elbmündung und nach den Kohleblüsen Helgoland (1630) und Wangerooge (1631) das dritte an der deutschen Nordsee-Küste. Das hölzerne Gestell war mit 70 Fuß für damalige Zeit auffällig hoch und stand im nordwestlichen Vorland.
Sie stand in mehreren Varianten von 1644 bis 1814 mit dem bereits 1310 errichteten Wehrturm Neuwerk in einer Peillinie zur Schartonne vor Scharhörn. Die Nordbake („Große Bake“) stand ebenfalls auf dieser Peilung etwas weiter seewärts und verdunkelte das Feuer der Blüse bei Erreichen der Peilung.
Als ihre Position Anfang des 19. Jahrhunderts durch Erosion der Inselkante bedroht wurde, wurde sie 1814 durch zwei Lampenfeuer ersetzt. Eines sollte auf dem damals noch unbeleuchteten großen Turm und eines auf einem neuen hölzernen kleinen Leuchtturm hinter der Deichlinie brennen. Johann Marcus David malte 1800 sein Aquarell „Die grosse Feuer Blüse auf der Insul Neuwerck, bey Cuxhafen“ (Hamburgisches Staatsarchiv).
In der Carta Marina verzeichnet Olaus Magnus bereits 1539 ein befeuertes Seezeichen auf Neuwerk, allerdings fehlt ein solches auf Melchior Lorcks viel detaillierterer Elbkarte von 1568 noch.