Blasenmole
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| D39.2 | Invasive Blasenmole |
| O01.0 | Klassische Blasenmole |
| O01.1 | Partielle oder inkomplette Blasenmole |
| O01.9 | Blasenmole, nicht näher bezeichnet |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| JA02 | Molenschwangerschaft |
| JA02.0 | Komplette Blasenmole |
| JA02.1 | Partielle oder inkomplette Blasenmole |
| JA02.Y | Sonstige näher bezeichnete Molenschwangerschaft |
| JA02.Z | Molenschwangerschaft, nicht näher bezeichnet |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Die Blasenmole (Mola cystica) oder Traubenmole (Mola hydatidosa) ist eine Störung der Embryonalentwicklung in der Schwangerschaft. Durch eine Erweiterung der kleinen Plazentagefäße kommt es zu einer blasenartigen Umwandlung der Plazentazotten mit Einschmelzung des umgebenden Bindegewebes. Der Trophoblast zeigt eine gesteigerte Proliferationsaktivität.
Es wird zwischen teilweiser (90 %) und vollständiger (10 %) Blasenmole unterschieden. Die Übergänge zwischen der destruierenden (invasiven) Blasenmole und dem Chorionepitheliom sind fließend und in der Literatur nicht einheitlich. Begleitend zu einer Blasenmole treten bis kindskopfgroße Luteinzysten des Eierstocks auf, die sich infolge der hohen Sekretion von Gonadotropin (hCG) im Sinne eines Überstimulationssyndroms bilden.
- ↑ Hamid Emminger, Thomas Kia (Hrsg.): Exaplan: Das Kompendium der klinischen Medizin. 5. Auflage. Urban & Fischer in Elsevier, München 2007, ISBN 978-3-437-42462-5, S. 1833 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).